Mann und Maus unter der Kuppel in DĂŒsseldorf
DĂŒsseldorf, Deutschland | AnlĂ€sslich des jĂ€hrlichen March against Monsanto am 19.05. reiste die Kuppel nach DĂŒsseldorf. Auf dem grasbewachsenen Graf-Adolf-Platz befand sie sich in guter Gesellschaft: Mit dem GAP 15-Hochhaus als Kulisse war sie umgeben von StĂ€nden der Umweltaktivisten und weiterer politisch Interessierter.
Thematisch konnte eine groĂe Bandbreite abgedeckt werden. Zentral war natĂŒrlich das Thema Umwelt, dennoch wurden auch tiefgrĂŒndige Fragen nach der Notwendigkeit von Utopie zur Erreichung von Zielen und der Möglichkeit von VerĂ€nderung von âUntenâ, beispielsweise durch die Ablehnung existierender kapitalistischer Strukturen, aufgeworfen. Zudem wurden mit einer Debatte zum Thema Freiheit Vergleiche zur 68er Bewegung gezogen. Die Frage wurde aufgeworfen, wer sich verĂ€ndern mĂŒsse, das Ich oder der Staat und ob das Ich heutzutage ĂŒberhaupt noch diese Wahl habe. Ein Beispiel war der Verzicht auf ein Mobiltelefon.
Bei all der Kritik wurden aber auch positive Stimmen laut. NatĂŒrlich gebe es Probleme, aber keinen Grund den Kopf in den Sand zu stecken. Man mĂŒsse positiv bleiben und auch anerkennen und stĂ€rker verbreiten, was man mit Hilfe des Projektes Europa schon geschafft habe. Zudem kristallisierten sich als LösungsansĂ€tze Investitionen in die Bildung, auch im Sinne gleicher Chancen fĂŒr alle bei alternativen, hochgefragten, allerdings bisher nur privaten Konzepten wie Walldorfschulen heraus.
PĂŒnktlich zum Ende des offiziellen Teils trudelten die Demonstranten wieder ein. Dank des groĂen Interesses, konnte die Diskussion in Kleingruppen fortgefĂŒhrt werden. Zufrieden machten wir uns so am Ende der Veranstaltung gegen 18.00 Uhr, bestĂŒckt mit allerlei Setzlingen, GemĂŒse und weiteren Ideen zum Thema Europa und Umwelt auf den RĂŒckweg. Wir sind gespannt, was uns an der nĂ€chsten Station in Wesel erwartet!