Den Haag spricht innerhalb und außerhalb der Kuppel

von | 28. Mai 2019

Den Haag| Unser letzter Stopp in den Niederlanden war das  Shoppingzentrum Leyweg in Den Haag. Und nicht nur das Wetter war aufregend, denn unser zweiter Dome-Talk fand in einer etwas anderen Form statt.

In Den Haag zelebrierte die European Public Sphere den 8. Stopp ihrer BeNeLux-Tour. Am Vorabend waren wir noch aus Amsterdam angereist und schon ging es weiter. Glücklicherweise hatten wir wieder einen tollen Helfer: Martin, der extra aus Culemborg gekommen und pünktlich zur Stelle war.

In Den Haag stand unsere Kuppel nicht im Zentrum. Stattdessen platzierten wir uns auf dem V&D Platz des Shoppingzentrums Leyweg. Nach unserer Anfrage vor einigen Monaten war das Einkaufszentrum einer der ersten, die sich zurückmeldeten und gerne Teil der Sphere-Community werden wollten. Generell ist Leyweg einer der Treffpunkte der bunten Nachbarschaft. Kein Wunder: von Hema über Cafés und viele weitere Läden ist alles vorhanden.

In Den Haag lief der Aufbau wie am Schnürchen. Wahrscheinlich spornten uns die niedrigen Temperaturen zusätzlich an. Und der erste Dome-Talk kam trotz einiger Verspätung schneller als erwartet. Vor laufender Kamera tauschten sich die beiden Teilnehmenden intensiv zu Gerechtigkeit und Frieden in Europa aus. Einer von ihnen hatte die European Public Sphere in einem Eventkalender entdeckt und wollte hierüber einen kurzen Film für eines seiner Uniprojekte drehen. Schön, was für Kreise unsere Initiative zieht!

„Aber Europa muss nach einer Einheit streben, die auch auf den Menschen basiert und nicht nur auf der Wirtschaft.“ Teilnehmer unter der Kuppel

European Public Sphere

Lebhafte Diskussionen außerhalb der Kuppel in Den Haag

 In Den Haag kam das Highlight des Tages nach der kurzen Mittagspause. Als erste wieder zurück vor Ort und grade dabei das Equipment aufzubauen, entstand ein zufälliges Gespräch zwischen einer Passantin und mir. Die Kuppel wollte sie nicht betreten, denn sie war zu dünn angezogen für einen längeren Aufenthalt draußen, aber gleichzeitig gab es viel zu besprechen.

In Den Haag tauchte auf einmal Ralph, einer der Teilnehmenden des Vortages auf. Er war extra für den zweiten Dome-Talk zum Thema Migration und Integration angereist und stieg schnell in die Unterhaltung ein. Als das Gespräch anhielt und sich immer weiterentwickelte, fragte ich schließlich, ob ich alles aufnehmen dürfe.

In Den Haag holten wir schließlich einige Stühle aus der Kuppel und garnierten sie um die beiden Sprechenden. Und dann war er da, der erste Dome-Talk außerhalb des Europe-Domes. Nach und nach gesellten sich weitere Teilnehmende hinzu. Auch der einsetzende Regen hielt sie nicht davon ab und so wurde das Gespräch unter die nächstliegende Überdachung verlegt.

In Den Haag sprachen die Teilnehmenden insgesamt für fast 2 Stunden – denn dann war die Speicherkarte voll und der Kamera-Akku leer. Hier und dort musste schnell noch Milch gekauft werden, aber alle kamen stets wieder zurück. Und der Dome-Talk war einer der vielfältigsten unserer Tour bisher: Integration, Demokratie, Bürgerkonsultationen, Parteiarbeit, Umwelt, Kommunikation zwischen Bürger_innen und politischen Vertreter_innen…Vielen Dank an alle Teilnehmenden und an Ralph für die spontane und geniale Moderation!

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Auch in Den Haag ermöglichte die zweite Runde von ca. 10 Teilnehmenden es detailliert aufeinander einzugehen und gab jeder_m die Chance zu Wort zu kommen. 

Dennoch war es auch in Den Haag eine Herausforderung Menschen unter die Kuppel zu bekommen. Daher arbeiten wir weiterhin an neuen Ideen, um noch mehr Menschen, die uns zufällig begegnen, dazu zu ermutigen den Schritt unter die Kuppel zu wagen. Denn trotz ihrer offenen Struktur und der Möglichkeit sie jederzeit wieder zu verlassen, scheint es für einige unserer Gesprächspartner vor der Kuppel eine imaginäre Grenze zu geben. 

Vielleicht würde es helfen Kaffee und Tee auszuschenken? Oder einen Verstärker zu nutzen, sodass man das Gesagte auch außerhalb des Domes hören kann und reagieren möchte?

 Was meinen Sie? 

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Einige Eindrücke unseres Dome-Events: